21. April 2022

FUTUREAVIATION-Summit am Landesflughafen – Impulse für den Luftfahrtstandort Baden-Württemberg

Stuttgart, 21. April 2022. Am Flughafen Stuttgart tagt heute der zweite FUTUREAVIATION-Summit: Auf Einladung des Forums Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg e.V. (LR BW) diskutieren führende Expertinnen und Experten der Branche mit Dr. Anna Christmann, Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, über Innovationen in der Luftfahrt und über Impulse für den Luftverkehrsstandort Baden-Württemberg. Dabei geht es um smarte Mobilität, neue Mobilitätskonzepte auf dem Weg zum klimaneutralen Fliegen. Ebenfalls wird auch über neue Ansätze in der Zusammenarbeit und Digitalisierung diskutiert.

Michael Kleiner, Ministerialdirektor im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, erklärte: „Es gilt jetzt, die Weichen dafür zu stellen, dass wir unsere aktuellen Stärken in der Luftfahrt nicht nur erhalten, sondern ausbauen und möglichst klimaneutral ausrichten. Ziel der Landesregierung ist es, Baden-Württemberg zu einem der führenden Technologiestandorte für Wasserstoff zu machen. Hier kann die Luftfahrt einen erheblichen Anteil beisteuern. Darüber hinaus haben wir mit der Förderung des Testfelds eFliegen BW eine Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur im Land geschaffen, um das elektrische, energieeffiziente und autonome Fliegen voranzutreiben.”

 

Prof. Dr. Josef Kallo, Founder und CEO von H2FLY: „Emissionsfreies elektrischen Fliegen mit Wasserstoff ist technologisch machbar. Flugzeuge mit 40 Passagieren und 2.000 km Reichweite sind bis 2025/28 bereits heute denkbar.“

 

Der Vorstandsvorsitzende des LR BW, Prof. Dr. Rolf-Jürgen Ahlers erklärte: „Schon beim Auftakt von FUTUREAVIATION wurde klar, dass die klimaneutrale Luftfahrt dem Standort Baden-Württemberg eine neue Rolle in der Luftfahrtindustrie geben kann. Heute hat sich nochmal herauskristallisiert, dass der offene Branchendialog nicht nur die relevanten Spieler zusammenbringt, sondern auch als Plattform für zukünftige Entwicklungen und Forschungsaktivitäten im Land dienen kann.“

 

Walter Schoefer, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Stuttgart GmbH: „Baden-Württemberg ist eine der führenden Wirtschaftsregionen in Deutschland, hier treffen hervorragende Forschungsinstitute und Unternehmergeist aufeinander. Wir haben die besten Voraussetzungen dafür, ein innovativer Standort für klimaschonenden Luftverkehr zu werden. Als Landesairport machen wir uns mit unserer Klimastrategie STRzero dafür stark und leisten unseren Beitrag dazu.“

 

Michael Weber, Senior Vice President Aerospace Witzenmann GmbH: „Als baden-württembergischer mittelständischer Luftfahrtzulieferer möchten wir die unterschiedlichen Konzepte bzw. Lösungsansätze für eine klimaneutrale Luftfahrt aktiv mitgestalten. FUTUREAVIATION ermöglicht es uns, durch Diskussionen und den Gedankenaustausch innerhalb des Netzwerks zukünftige Herausforderungen zu identifizieren, Technologietrends zu erkennen und mögliche Kooperationspartner zu finden.“

 

Dr. Stefan Berndes, Leiter Luftfahrt, Ausrüstung und Werkstoffe vom Bundesverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI): „Baden-Württemberg ist ein bedeutender Standort für die deutsche Luftfahrtindustrie insbesondere mit seinen zahlreichen mitteständisch geprägten Ausrüstern, deren Innovationspotenzial bei FUTUREAVIATION deutlich werden soll. Die Unternehmen sind enabler für das klimaneutrale Fliegen bis 2050, dass für breite Schichten der Bevölkerung erschwinglich bleiben soll.“

 

Dr. Thomas Potinecke, Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (Fraunhofer IAO): „Eine Klimaneutralität der Luftfahrt stellt nicht nur große Herausforderungen an die zukünftige Technik der Fluggeräte, sondern fordert ein ganzheitliches Denken des Mobilitätsgedankens der Luftfahrt mit ihren Fluggeräten, der Infrastruktur und dem gesamten Umfeld. Um sich über den Weg der Transformation auszutauschen, trifft sich schon zum zweiten Mal eine Gruppe von ambitionierten Unternehmen und Forschungseinrichtungen, um sich über die Möglichkeiten für Baden-Württemberg auszutauschen.“


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