17. Juli 2020

Den Nachwuchs für die Raumfahrt gewinnen: Mission Zukunft 2020 – Von Baden-Württemberg ins ALL

Stuttgart, 15. Juli 2020. Um Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse für die Raumfahrt zu begeistern führen das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, das Forum Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg, Tesat Spacecom, ArianeGroup, Airbus Space Systems und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) alle zwei Jahre den Ideenwettbewerb „Mission Zukunft– Von Baden-Württemberg ins All“ durch. Am gestrigen Mittwoch, den 15. Juli 2020, fand im Verbandshaus „Look 21“ die Preisverleihung des aktuellen Ideenwettbewerbs statt.

Durch die Corona-Krise musste der Raumfahrttag, der traditionell im Haus der Wirtschaft in Stuttgart stattfindet, abgesagt werden. Dieser lädt normalerweise rund um die Preisverleihung des Ideenwettbewerbs dazu ein, spannende Vorträge und Workshops und Space-Experimente zu erleben. Nach dem 10-jährigen Bestehen der Initiative will man den Jugendlichen und Abiturientinnen und Abiturienten vermehrt Berufsorientierung geben und sie für eine Karriere in der Raumfahrtbranche begeistern. Was Viele nicht wissen: 40 Prozent der Raumfahrtaktivitäten in Deutscland kommen aus Baden-Württemberg. Ob Lampoldshausen, Friedrichshafen oder Backnang, Raumfahrttechnologie kommt aus Baden-Württemberg. Deshalb sollte es ursprünglich am 23 Juni heißen: „Raumfahrt braucht mehr als Astronauten! Was wirst du?“

 

Zu Beginn der Preisverleihung begrüßte der Vorsitzende des Forum Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg e.V., Prof. Dr. Rolf-Jürgen Ahlers, die Preisträger, dessen Begleitungen und die Partner der „Mission Zukunft“ sowie Wirtschafts-Staatssekretärin Katrin Schütz und betonte, dass die Preisverleihung inmitten dieser virulenten Zeiten einen kleinen Vorgeschmack darauf gebe, was die Raumfahrt alles ermögliche. Über Erdbeobachtung, Klimaforschung, Kommunikation und Navigation ermöglichte die Raumfahrt vor über 50 Jahren auch die bemannte Mondlandung. Aus diesem Anlass stand der Ideenwettbewerb unter dem Motto „Deine Mondmission“.

 

„Der Ideenwettbewerb hat mal wieder gezeigt, wie anziehend, fast 50 Jahre nach der ersten bemannten Mondlandung, der tägliche Begleiter der Erde immer noch ist. Es ist schön zu sehen, dass die Faszination der Raumfahrt und die Idee irgendwann den Mond bewohnbar zu machen, auch die jungen Köpfe begeistert“, schwärmte Prof. Dr. Rolf-Jürgen Ahlers.

 

Wirtschafts-Staatssekretärin Katrin Schütz lobte in ihrem Grußwort das Engagement der Partner und Sponsoren der Initiative und betonte den wichtigen Beitrag der Raumfahrt bei der Bewältigung von aktuellen und künftigen Herausforderungen. „Die Stärke der Raumfahrt in Baden-Württemberg basiert auch auf dem exzellenten Ausbildungs- und Forschungsumfeld im Land. Viele Ingenieurinnen und Ingenieure oder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden bei uns im Südwesten ausgebildet. Die Zukunftsfähigkeit der Branche hängt maßgeblich von unseren kreativen Nachwuchskräften ab. Mit dem Ideenwettbewerb „Mission Zukunft“ zeigen wir eindrucksvoll die Kreativität und den Erfindergeist unserer Schülerinnen und Schüler im Land und ich bin überzeugt, dass wir mit der Initiative auch weiterhin die Neugier für Raumfahrt wecken können“, so Staatssekretärin Katrin Schütz.

 

Ausgezeichnete Ideen: Ideenwettbewerb „Deine Mondmission“

Unter dem Motto „Deine Mondmission“ waren Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg dazu aufgerufen worden, ihre Ideen für die Raumfahrt der Zukunft vorzustellen. Mit dem ersten Preis wurden Melina und Jan Reckermann für ihre umfangreichen Planungen einer Mondmission ausgezeichnet. Iago Bischoff Montenegro gewann mit seiner Entwicklung des Mondprojektes „GOITUS“ den zweiten Preis. Den dritten Preis gewannen Filip Boskamp und Peer Schlieker mit ihrem „Projekt Phönix“. Die Preisträger können sich nun über spannende Erlebnispreise freuen, darunter eine Besichtigung des DESK Showrooms sowie eine Unternehmensführung bei TESAT-Spacecom in Backnang, ein Besuch im DLR_School_Lab in Lampoldshausen und ein Besuch der Satellitenproduktion bei AIRBUS in Friedrichshafen.

 


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Christopher Busch

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