14. November 2019

Daimler Vehicle Experience Day 2019

Vom 23. auf den 24. Oktober war das Forum Luft und Raumfahrt Baden-Württemberg zum Daimler Vehicle Experience Day 2019 zur feierlichen Vorstellung des Zetros, einem Hauben-Laster für Offroadzwecke, eingeladen.

Neben der Vorstellung wurde von Diehl Defence die aktuellen Entwicklungen zum autonomen Fahren im militärischen Bereich vorgestellt. Ebenso wurde am 2. Tag über die neuen G-Klasse Modelle aufgeklärt sowie über ein Projekt der TU Kaiserslautern zum automatisierten Fahren mit dem Bestseller Unimog. Ebenso durften die Gäste eine Auswahl aus der Sparte Daimler Special Trucks testen und Probefahren. Mit vertreten waren Gäste aus dem Fuhrpark der Bundeswehr. Claws E. Tohsche, Pressesprecher für Mercedes-Benz Special Trucks, begrüßte internationale Fachjournalisten, u.a. auch das Forum Luft und Raumfahrt BaWü.

Die Daimler AG wird ab November 2019 mit einer neuen Unternehmensstruktur die Transformation in der Automobilwirtschaft begegnen. Unter dem Claim „Case“ beschreibt die Daimler AG die vier Megatrends in der Automobilwirtschaft. Connectivity, Autonomous, Shared Services und Electrification sollen die Branche maßgeblich verändern.

Daimler wird neben der Holding „Daimler Strategy, Control und Service“ die Bereiche Daimler Mobility AG, Mercedes Benz AG und Daimler Truck AG strategisch voneinander trennen. Dabei konzentriert sich der Bereich Daimler Truck AG weiterhin auf den Bereich Mercedes Benz LKW. Darunter fällt dann die Sparte Mercedes Benz Special Trucks.

Mit einem Umsatz von 38 Mrd. Euro Umsatz weltweit und den Marken Fuso, Freightliner, Western Star und Mercedes-Benz werden die Erfolgsgaranten aus dem PKW-Geschäft auf die Truck-Sparte übernommen. Die angestrebte und schon gelebte Plattformstrategie und die dadurch ermöglichte Implementierung von Technologien aus anderen Sparten und entsprechende Baugruppen, ein ausgeprägter Kundenfokus sowie die Zusammenarbeit mit den Partnern für Sonderlösungen will Daimler sich zukunftsfest machen, präsentierte Dr. Ralf Forcher, Mitglied des Management Boards und Leiter der Abteilung Marketing, Sales und Services von Mercedes-Benz Special Trucks, die neue Ausrichtung. Dabei verfolge man das Leitbild, durch Innovationen die Fahrzeuge flexibel und umweltfreundlich zu gestalten. Dabei erwähnte er ein Circle-Economy Projekt, in dem Müllwagen (Modell Econic) der Sparte Daimler Trucks Hausabfälle einsammeln, anschließend dieser zu Gas verarbeitet wird, um letztendlich damit den LKW zu betanken.

Das Kernsegment liege aber im Defence-Sektor. Die Modelle seien in über 39 Länder vertreten mit über 5.000 Service-Standorten für über 200.000 Mercedes-Benz Special Trucks auf der Welt. Es wird davon ausgegangen, dass der Markt sich auf 470 Milliarden Euro ausdehnen wird. Dies eröffnet der Sparte weitere Wachstumsmöglichkeiten. Als Antwort diene nun der plattformbasierte „Arocs“, welcher den Actros ablöse und Sonderfahrgestelle, die von Partnern bzw. Aufbauhäusern weiterverarbeitet werden. Der neu vorgestellte „Zetros“ bringe mehr Leistung, bietet mehr Nutzlast, mehr Varianten und Flexibilität und führe dabei zu besseren Transportfähigkeiten. Größter Vorteil des Zetros ist die verschobene Fahrerkabine hinter der Vorderachse. Die Fahrer und die Beifahrer erleiden im Offroad-Gelände signifikant weniger Stöße ab. Dies konnte bei einer Fahrprobe am Folgetag erlebt werden. Mehr Informationen zur Sparte Mercedes Benz Vehicles finden Sie hier

Neben diesen Neuerungen und der Premiere des Zetros  stellte Jürgen Köberle, Head of unmanned Systems, von Diehl Defence aktuelle Entwicklungsprojekte im Bereich unbemannte autonome Bodensysteme vor. Während im zivilen Bereich autonomes Fahren sich an der Infrastruktur orientiert, haben Fahrzeuge im Offroad-Bereich andere Anforderungen. Um das Zusammenspiel zwischen Sensoren und Steuerungselektronik zu gewährleisten entwickelt Diehl die Platform „Platon“, welche unabhängig von den Fahrzeugmodellen und Anwendungsgebieten eingesetzt werden kann. Zudem bestehen im militärischen Einsatzbereich die Herausforderung die Systeme gegen Cyber-Attacken und elektronischer Kriegsführung abzusichern. So kann die Lösung von Diehl in den Anwendungsgebieten „Tele-Operation“, „Driver Assistance“, „Platooning“, „MULE“ und „Waypoint Navigation“ eingesetzt werden.

„Tele-Operation“ beschreibt dabei die ferngesteuerte Bedienung eines Fahrzeuges, während „Driver Assistance“ den Fahrer im Offroad-Bereich effizient unterstützt. Platooning ist das automatische Fahren von Fahrzeugen in der Flotte. So kann durch die neue Technik ermöglicht werden, dass Fahrzeuge anderen Fahrzeugen oder Personen automatisch folgen. MULE wiederum konzentriert sich auf das automatische Pendeln von Fahrzeugen zwischen zwei Punkten. Das automatische Abfahren von bestimmten Wegmarken wird Waypoint Navigation genannt.

 

Für das Forum Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg nahm Christopher Busch teil.



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Christopher Busch

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