6. Oktober 2016

Mission Zukunft voller Erfolg

Um Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse für die Raumfahrt zu begeistern und den Nachwuchs über Ausbildungs-, Studien- und Berufsmöglichkeiten in diesem Bereich zu informieren, veranstalteten das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, das Forum Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Airbus Safran Launchers am 4. Oktober 2016 zum vierten Mal das Nachwuchsevent „Mission Zukunft– Von Baden-Württemberg ins All“.

Ein interaktives und buntes Programm aus Vorträgen, Gesprächsrunden und Experimenten zum Mitmachen vermittelte dem Nachwuchs die Faszination Raumfahrt. Der Astronaut und ESA Koordinator für das ISS-Programm Prof. Thomas Reiter gab einen Einblick in das Leben als Astronaut und aktuelle Raumfahrtprojekte. Bei der Gesprächsrunde „Meet the Boss“ konnten die Schülerinnen und Schüler Führungspersönlichkeiten aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen kennenlernen und zu ihrer Arbeit befragen. In kurzen Vorträgen, sogenannten „Space Talks“, standen aktuelle Projekte und Themen aus der
Raumfahrt im Vordergrund.

Ausgezeichnete Ideen: Im Schülerwettbewerb unter dem Motto „Wege in den Weltraum“ waren Schülerteams aus Baden-Württemberg dazu aufgerufen worden, ihre Ideen für die Raumfahrt der Zukunft vorzustellen. Ob ein Weltraumlift, die Nutzung von Weltraumschrott und Asteroiden, um daraus Raketenteile und Treibstoff zu gewinnen oder neue Antriebskonzepte – unter den eingereichten Videos und Präsentationen wählte eine Expertenjury die Gewinner aus. Diese können sich nun über spannende Erlebnispreise freuen, unter anderem eine Besichtigung des Trainingsmoduls der Internationalen Raumstation ISS bei Airbus Defence und Space in Bremen oder eine Reise zum ESA Raumfahrtkontrollzentrum
nach Darmstadt.

Eine Übersicht der Gewinnerteams und ihrer Projekte finden Sie hier:
1. Platz Weltraumschrottsammler
Preisträger: Marcel Luu, Luka Kapasachilis, Alexander Barta
Preis: Reise zu Airbus Defence and Space nach Bremen mit Besichtigung des ISS-Trainingsmoduls

2. Platz Weltraumtankstelle Stoneage
Preisträger: Robin Rösler, Maurice Nickel
Preis: Erlebnistag beim DLR Lampoldshausen auf dem Testgelände für Ariane-Raketenantriebe

3. Platz Weltraumlift
Preisträgerin: Mara Bromberger
Preis: Reise nach Darmstadt in das Europäische Raumfahrtkontrollzentrum der ESA

Airbus Safran Launchers -Sonderpreis für das Projekt ModSat
Preisträger: Felix Potjinger
Preis: Erlebnistag bei Airbus Safran Launchers in Lampoldshausen

Gewinner des Online-Voting für das Projekt ModSat
Preisträger: Felix Potjinger
Preis: persönliches Training im Sojus-Simulator der Universität Stuttgart

Zusätzlich zum Vortragsprogramm hatten die Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit, in einer Begleitausstellung Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus Baden-Württemberg kennenzulernen, die im Raumfahrtbereich aktiv sind. Ausbildungs-, Studien- und Berufsmöglichkeiten standen dabei genauso im Fokus wie spannende Experimente zum Mitmachen, beispielsweise beim Schülerlabor DLR_School_Lab und dem Aerospace Lab. Auch die baden-württembergische Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut mischte sich unter die Ausstellungsbesucher und war begeistert vom vielfältigen Engagement im Bereich der Nachwuchsarbeit: „Die Luft- und Raumfahrt-Industrie ist eine Hightech-Schmiede der baden-württembergischen Wirtschaft. Gut 40 Prozent aller Beschäftigten der deutschen Raumfahrtindustrie arbeiten in Baden-Württemberg, mehr als 15.000 Beschäftigte sind hier bei uns im Land tätig. Sie erwirtschaften jährlich einen Umsatz von rund 5 Milliarden Euro. Die Raumfahrt ist eine der beeindruckendsten Anwendungen der Natur- und Ingenieurwissenschaften. Die Ausstellung vermittelt den Schülerinnen und Schülern sehr eindrücklich, wie spannend Technik und Naturwissenschaften sein können. Auch mit Blick auf die Fachkräftesicherung ist es wichtig, Kinder und Jugendliche möglichst früh für einen Beruf in einem Hochtechnologiebereich zu begeistern.“

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Sechzig Prozent aller deutschen Absolventinnen und Absolventen mit der Spezialisierung Raumfahrt werden in Stuttgart ausgebildet. Baden-Württemberg gehört somit zu den führenden Raumfahrtstandorten in Deutschland und Europa. „Mit der Mission Zukunft möchten wir den Schülerinnen und Schülern die faszinierende Arbeit der zahlreichen baden-württembergischen Raumfahrtunternehmen näher bringen und so den Nachwuchs für diese einzigartige Branche begeistern“, so Prof. Dr. Rolf-Jürgen Ahlers, Vorsitzender des Forum Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg.

Der Airbus Safran Launchers-Standort Lampoldshausen in der Nähe von Heilbronn zählt mit seinen Entwicklungs-, Produktions- und Testeinrichtungen zu Europas besten Adressen für Orbitaltriebwerke und kompletten Antriebssysteme. Die Ausrichtung des Standortes basiert auf einem breiten Produktportfolio von chemischen bis hin zu elektrischen Raumfahrtantrieben. Kaum ein europäischer Satellit startet derzeit ohne Antriebe aus Lampoldshausen, die den Satelliten in seine endgültige Umlaufbahn bringen und dort dann bis zu 15 Jahre auf Position halten. „Lampoldshausen ist für Airbus Safran Launchers ein unverzichtbarer Standort in Baden-Württemberg. Unsere gut 330 Mitarbeiter wissen den Standort, die Tätigkeit und die Produkte zu schätzen. Die hervorragende Zusammenarbeit am Standort mit dem DLR bildet eine exzellente Symbiose, die uns in die Lage versetzt, mit unseren Produkten den europäischen und weltweiten Satellitenmarkt zu bedienen und uns am Markt dem Wettbewerb zu stellen“, sagte Josef Köcher, Leiter Orbitale Antriebssysteme & Derivatives Center.

Forschungsseitig ist das DLR mit den beiden Standorten Stuttgart und Lampoldshausen und zusammen rund 1.000 Beschäftigten in Baden-Württemberg vertreten. Zu den Schwerpunkten gehören unter anderem die Entwicklung von Raketentriebwerken mittels einmaliger Prüfstände für die europäische Trägerrakete Ariane sowie Arbeiten auf dem Bereich der Wiedereintrittstechnologie sowie der Detektion von Weltraumschrott mittels Lasern. „Als nationales Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt und als deutsche Raumfahrtagentur arbeitet das DLR unter anderem intensiv an der Frage, wie der Raumtransport der Zukunft aussehen kann. Spannend ist es für uns zu sehen, mit welcher Begeisterung sich schon der wissenschaftliche Nachwuchs im Zuge der ‚Mission Zukunft‘ diesem faszinierenden Thema widmet“, sagte Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR.

Hier die Berichte von Regio TV und SWR.


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